Messstationen erfassen die Stickoxid-Belastungen in den Städten. Foto: "obs/ZDF/Dennis Mätzig"

Messstationen erfassen die Stickoxid-Belastungen in den Städten. Foto: "obs/ZDF/Dennis Mätzig"

Filmvorführung: Dicke Luft in den Städten

Am Donnerstag, 12. Oktober, um 19.30 Uhr, lädt die Fraktion der Grünen Groß-Gerau einer Informationsveranstaltung in das Lichtspielhaus Groß-Gerau ein.  Wir zeigen den Film „Dicke Luft in den Städten“, der die Ursachen der Luftbelastung mit Feinstaub und CO2 beschreibt und mögliche Wege für die Zukunft des Autoverkehrs aufzeigt. Der Film ist ein Beitrag aus der ZDF-Reihe „planet e“. Für die anschließende Diskussion steht ein ZDF-Redakteur zur Verfügung. Der Eintritt ist kostenfrei.

Zu diesem ZDF-Film:

In Deutschlands Städten gefährden Stickoxide und Feinstaub die Gesundheit, weil die zulässigen Grenzwerte nicht eingehalten werden. Am Wahlsonntag, 24. September 2017, 15.00 Uhr, greift „planet e.“ im ZDF die Umweltbelastung durch die „Dicke Luft in den Städten“ auf.

Verkehrsplaner rätseln: Warum haben die Umweltzonen in den Städten in dieser Hinsicht nicht zu größeren Verbesserungen geführt? Die Zahlen des Umweltbundesamtes sind ernüchternd: 2016 haben rund 57 Prozent der verkehrsnahen Messstationen in Städten den Grenzwert für Stickoxide überschritten. Zöge man die strengeren Grenzwerte der Weltgesundheitsorganisation (WHO) heran, wäre dies eine Bankrotterklärung für den deutschen Umweltschutz: 77 Prozent der 374 Messstationen in Deutschland halten die Empfehlungen der WHO nicht ein. Am Neckartor in Stuttgart lag die Stickoxid-Belastung bei durchschnittlich 82 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft – und damit mehr als doppelt so hoch wie der Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter. Auch Stationen in München, Reutlingen, Kiel, Köln und Hamburg überschritten den Grenzwert bei Weitem.

Stickoxide sind unsichtbar – und eine Gefahr für die Gesundheit: Menschen an viel befahrenen Straßen sterben rein statistisch deutlich früher als Menschen in frischer Landluft. Forscher wie Prof. Dr. med. Barbara Hoffmann von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf haben Fallzahlen in einer Studie mit 41.000 Probanden belegt.

Die Ursachen für die Feinstaubbelastungen sind vielfältig: Zukunftsforscher Lars Thomsen aus Zürich stellt in „planet e.“ auch mit Blick darauf die These auf, dass der Verbrennungsmotor sich nicht mehr lange halten wird. Der Experte sieht in den nächsten vier Jahren einen Punkt erreicht, an dem mehr Elektrofahrzeuge verkauft werden als Autos mit Verbrennungsmotor. Aber dies allein reicht nicht aus: Der Individualverkehr braucht neue Ideen, damit die Großstädte nicht kollabieren.

Das „planet e.“-Team um Autor Michael Nieberg besucht auch Oslo, um herauszufinden, wie man dort mit der E-Infrastruktur umgeht – Oslo ist die Stadt mit den meisten Elektroautos weltweit. (Quelle: Pressemitteilung des ZDF)

Weitere Informationen zum Film unter:
https://www.zdf.de/dokumentation/planet-e/planet-e-dicke-luft-in-den-staedten-100.html

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